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Die Burgbernheimer Privilegien

Hier zunächst eine Zusammenfassung des Kapitels Gefälschte Urkunden aus dem Buch Burgbernheim – Orts- und Häusergeschichte bis ins 21. Jahrhundert

Mit ihren sagenhaften Aussagen zur Ortsgeschichte, die meist im Widerspruch zu den historisch belegten Fakten stehen, nehmen "Die Privilegien" im 1931 erschienenen Heimatbuch von Peter Hupfer und allen älteren Burgbernheimer Chroniken breiten Raum ein. Die von Kaisern und Königen,  Bischöfen, und Markgrafen ausgestellten Urkunden sollen vor Jahrhunderten von den neidischen Nachbarorten Rothenburg und Windsheim geraubt worden sein und tauchten zwischen 1601 und 1618 päckchenweise wieder in Burgbernheim auf. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Burgbernheim zustehende hohe Gerichtsbarkeit und den zugehörigen, bis an die Tore Windsheims und Rothenburgs reichenden Fraisch-  (=Hochgerichts-)bezirk.

Auf Veranlassung des Markgrafen Christian von Bayreuth, der von manchen Inhalten profitieren konnte, bestätigte 1623 Kaiser Ferdinand II. „die alten Rechte und Privilegien“, obwohl bereits damals Zweifel an der Echtheit der vorgelegten Urkunde geäußert wurden. Erneute Zweifel traten 1817 auf, als anlässlich eines Rechtsstreits zwischen den Gemeinden Bergtshofen und Burgbernheim – es ging um den Hilpertshöfer Schaftrieb – das Privileg Kaiser Maximilians I. von 1487 als Beweismittel dienen sollte. Ein Gutachten ergab, dass dieses gefälscht war. Man stellte fest, dass bereits 1778 der markgräfliche Archivar Philipp Ernst Spieß sämtliche auf der Plassenburg vorhandenen Burgbernheimer Privilegien als Geburt eines einfältigen diplomatischen Betrügers, und ihre Bestätigung durch Kaiser Ferdinand II. als erschlichen bezeichnet hatte.

Endgültige Klärung brachte eine vom Österreichischen Institut für Geschichtsforschung in Wien veranlasste wissenschaftliche Untersuchung, mit der Dr. Kurt Zeillinger in Form einer Prüfungsarbeit beauftragt wurde. Dieser ging gründlich vor. Er untersuchte die in diversen staatlichen Archiven aufbewahrten Urkunden und sah sich auch in Burgbernheim um. Das Ergebnis seiner Arbeit, die als Grundlage dieser Abhandlung dient, erschien 1937 unter dem bezeichnenden Titel „Die Burgbernheimer Fälschungen“.

Das ganze Kapitel finden Sie hier (PDF, 10 Seiten)

Hier können Sie die vollständige Arbeit von Kurt Zeillinger: „Die Burgbernheimer Fälschungen  
herunterladen (PDF, 70 Seiten, 4 MB)

Regesten (Kurzinhalte) der Urkunden und Links zu den Urkundenabschriften Zeillingers finden Sie hier